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Full text of "Das Kartenregistrier-System im Gebrauche der versicherungs-medizinischen Statistik"

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jSonder-^bdruck. 




Zeitschrift 

für die gesamte 

Versicherungs-Wissenschaft 

Herausgegeben vom 

Deutschen Verein für Versicherungs -Wissenschaft 

in Berlin 

Schriftleitung: Professor Dr. ALFRED MANES 



BERLIN 



ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOUN 
KÖNIGLICHE HOFBUCHHANDLUNG 
KOCHSTRASSE 68-71 



Die „Zeitschrift für <lie gesamte Versicherungs-Wissenschaft“ S( hriftleitnng 
Professor Dr. phil. et jur. Alfred Manes) ist das Organ des „Deutschen Vereins für 
Versicherungs-Wissenschaft (E. V.)“ in Berlin, welcher gemäfs § 1 seiner Ratzungen den 
Zweck verfolgt, die Versicliernngs -Wissenschaft in ihrem ganzen Umfang zu fördern, und zwar 
werden unter Versicherungs-Wissenschaft die rechts- und wirtschafts wissenschaftlichen wie die 
mathematischen und naturwissenschaftlichen Wissenszweige verstanden, deren Bestand und Fort- 
bildung dem Versicherungswesen dienlich sind. Bei dem internationalen Charakter der Ver- 
sicherungs-Wissenschaft findet in der Zeitschrift nicht nur das deutsche, sondern auch das aus- 
ländische Versicherungswesen Beachtung. 

Die nunmehr im 7. Jahrgang stehende „Zeitschrift für die gesamte Versicherungs- 
Wissenschaft“ erscheint in Heften am 1. eines jeden Vierteljahres. Vier Hefte bilden einen 
Band von mindestens 44 Bogen. 

Bestellungen nehmen alle Postämter und Buchhandlungen an. Die Mitglieder des Vereins er- 
halten die Zeitschrift ebenso wie die in zwangloser Reihenfolge erscheinenden „Veröffent- 
lichungen des Deutschen Vereins für Versicherungs-Wissenschaft“ ohne besondere 
Bezahlung. Der Mitgliedsbeitrag beträgt für persönliche Mitglieder M. 10, — , für körper- 
schaftliche mindestens M. 100, — pro Kalenderjahr. Anmeldungen beim Generalsekretanat des 
Vereins, Berlin Wao, Prager Straße 26 I. Für Nichtmitglieder beträgt der Preis des Jahr- 
ganges M. 20, — , Einzelhefte kosten M. 5, — . Die im Buchhandel vergriffenen Jahrgänge I bis 
III können nur noch von Mitgliedern zum Preise von je M. 30, — bezogen werden, Bd. IV, V 
und VI auch von Nichtmitgliedern zu M. 20, — der Band. Einzelne Hefte früherer Jahrgänge, 
soweit noch vorhanden, kosten M. 5, — . 



Berichte 

Denkschriften und Verhandlungen 

des 

Fünften Internationalen Kongresses 

für 

Versicherungs- Wissenschaft 

zu Berlin vom 10. bis 15. September 1906. 

Herausgegeben im Auftrag 

des Deutschen Vereins für Versicherungs -Wissenschaft 

von 

Prof. Dr. Alfred Manes. 

3 Bände, Preis geh. M. 48, — , geh. M. 52, — . 

(Für Mitglieder des Deutschen Vereins für Versicherungs-Wissenschaft Preis M. 24,—, 
falls Bestellung beim Generalsekretariat erfolgt.) 



Berichte 

Denkschriften und Verhandlungen 

des 

Vierten Internationalen Kongresses 



für 

Versicherungs -Medizin 

zu Berlin vom 10. bis 15. September 1906. 



Herausgegeben im Auftrag 

des Deutschen Vereins für Versicherungs -Wissenschaft 

von 

Prof. Dr. Florsclitltz. Dr. Dierbach. Prof. Dr. Manes. 

2 Bünde, Preis geh. M. 24,—, in 1 Bd. geb. M. 26,—. 

fFiir Mitglieder des Deutschen Vereins für Versicherungs -Wissenschaft Preis M. 12, 
' h f a n s Bestellung beim Generalsekretariat erfolgt.) 




Das Kartenregistrier-System im Gebrauche der 
versicherungs-medizinischen Statistik. ) 

Von Pr. mcd. S. W. Carruthers (London). 



In geschäftlichen Kreisen ist das Karten registriersystem schon 
jetzt als eine zeit- und geldersparende Einrichtung anerkannt; muß 
man doch zugeben, daß ein derartiges System die genaue Übersicht 
eines jeden gesammelten Materials ermöglicht. Auch in versiche- 
rungs-medizinischen Kreisen ist ein solches Verfahren, oder (wie 
man leider sagen muß) mehrere sich einander ähnliche Systeme, 
bereits gebraucht worden. Über die Einzelheiten der Karten, über 
die Frage, welche Fälle man überhaupt einschließen soll, usw., 
herrscht jedoch noch keine Übereinstimmung, da man bisher eigent- 
lich kaum solche Fragen erörtert hat, jeder Kollege aber hat, seiner 
eigenen Idee nach, ein System zum persönlichen Gebrauche ein- 
gerichtet. 

Ich muß mich auch zum Gebrauch einer eigenen Idee bekennen, 
lege aber in nachstehendem mein Verfahren vor, was hauptsächlich 
mit der Absicht geschieht, daß, wenn es sich vielleicht in seinem 
jetzigen Zustande noch nicht gänzlich verwenden ließe, es unzweifel- 
haft Anregung zur Kritik geben und sich nach erfolgter Ergänzung 
erehrten IColle^en als ein System, das besondere Ach- 
tung verdient, ausweisen wird. 

*) Vortrag gehalten in der Abteilung für Versicherungs-Medizin des Deutschen 
Vereins für Versicherungs-Wissenschaft am 27. April 1907. 



394 Carruth ers, Kartenregistrier-System i. d. verfiieh.-m<xlizinißchcn Statistik. 

Als ich ein Karten registriersystem aufnehmen wollte, fand ich, 
daß keine der mir bekannten Karten sich zu diesem Zwecke ohne 
Veränderung eignete. In allen machten sich Nachteile bemerkbar, 
welche die Bequemlichkeit in der Handhabung bedeutend verminderten. 
Zum Beispiel befand sich häufig auf solchen Karten ein Punkt von 
besonderer Wichtigkeit in der Mitte, also gerade an dem Platze, den 
man nur zu Gesicht bekam, wenn man die Karten bei der Nach- 
forschung ganz auseinanderlegte. Auf diese Weise erschwerten 
diese Karten das System sehr und machten eine Untersuchung nur 
mit größerem Zeitverlust möglich, welchem Übelstande sofort ab- 
geholfen war, wenn ein derartig wichtiger Punkt am geeigneten 
Platze stand. 

Den vorstehenden Umstand mir zu Nutze machend, ging ich 
bei der Anordnung meiner Karten von dem Grundsätze aus, 
alle Hauptsachen möglichst nach außen hin an den Rändern unter- 
zubringen. In Erweiterung dieses Grundsatzes sah ich mich ver- 
anlaßt, die am häufigsten in Betracht kommenden Tatsachen 
ganz an die Ecken zu setzen. (Selbstverständlich werden die An- 
sichten der Kollegen, welche Tatsachen mehr hauptsächlich sind, 
auseinandergehen; aus diesem Grunde betone ich, daß man sich ja 
nur im allgemeinen nach meiner Einteilung zu richten braucht.) 

Auf solche Weise befindet sich immer ein fi’eier Raum in der 
Mitte der Karte, welcher zur Verwendung für die Einzelheiten zu- 
statten kommt, die keinen berechtigten Platz an den Rändern haben. 
Auf Grund praktischer Erfahrung ergab es sich, daß die Benutzung 
der Vorder- und Rückseite der Karte bedeutende Vorteile mit sich 
brachte. Ich trennte nämlich die Einzelheiten vorerst in solche von 
allgemeinem und solche von medizinischem Interesse und benutzte 
für die ersteren die eine und für die letzteren die andere Seite 
der Karte. 

Nach weiterer Überlegung hob sich noch ein zweiter Grundsatz 
von gleicher Bedeutung hervor, nämlich : wenn es sich um Zahl- 
angaben handelt, so empfiehlt es sich, dieselben zum sofortigen 
Gebrauch zu berechnen, wie z. B. diejenigen, welche Maße und 
Gewichte betreffen, sollten neben den gewöhnlichen Angaben sogleich 
auch den Prozentsatz der Abweichung vom Normal anzeigen. 

Diese Grundsätze im Gedächtnis behaltend, wollen wir nun auf 
die Einzelheiten eingehen. Auf der Vorderseite einer Karte befinden 
sich 23 Felder (wie die verkleinerte Abbildung zeigt), deren Benutzung 
aus Folgendem ersichtlich wird. 

Im Felde (1) auf der oberen Ecke links steht der Name der 
Person; es empfiehlt sich, den Zunamen zuerst zu schreiben, um 
die alphabetische Anordnung der Karten zu erleichtern. Darunter 
setzt man gleich das Datum der Geburt, um die Identität der Person 
ersichtlich zu machen. 

Das Feld (2) rechts oben ist für den Beruf bestimmt. Diese 
Stellung erleichtert das Aussuchen eines einzelnen bestimmten Be- 
rufes oder irgendwelcher Berufsgruppen. 



Vorderseite. Rückseite. 



Carruthers, Kartenregistrier-System i. d. versich.-medizinischen Statistik. 395 





396 Carruth ers, Kartcnregistrier-System i. d. versich.-raedizinischen Statiutik. 

Am linken Seitenrande sind zwei Felder (3 und 4) für »Andere 
Policen« und »Policen der Verwandten« vorgesehen. Der Vorzug 
des ersten Feldes braucht keine weitere Erklärung, das zweite wird, 
wie ich annehme, im Laufe der Zeit die damit verbundene Arbeit es 
auszufüllen, vergüten. Es ist eine bekannte Tatsache, daß sich die 
Nachkommen häufig wieder bei derselben Gesellschaft, welche Vor- 
fahren oder Verwandten diente, versichern; es wird so den medizi- 
nischen Verwaltungsrat in den Stand setzen, wertvolle Familien- 
statistiken aufzustellen. In dieser Weise kann man auch manchmal 
auf die Todesursachen eines zurückgewiesenen Kandidaten schließen. 

Über den Wert des Feldes 5 habe ich mich noch nicht einigen 
können. Es ist mir aber doch bei Untersuchungen nützlich gewesen, 
da es die Trennung der von einem Sachverständigen und der von 
einem gewöhnlichen Praktiker untersuchten Fälle ermöglichte. 

Die vier Felder 6, 7, 8 und 9 brauchen keine Erklärung; bei 
Männern sind die zwei letzten fast bedeutungslos. 

Das Feld 10 betrifft nur Frauen, hat aber hier geringe Be- 
deutung. 

Der Wert des Feldes 11 richtet sich je nach den verschiedenen 
Ländern. Über den Impfungszustand geben leider nur wenige Unter- 
suchungsformulare wertvolle Aufschlüsse. 

Es läßt sich nicht leugnen, daß die Felder 12 bis 15 keinen 
wissenschaftlich präzisen Wert besitzen; sie erweisen sich aber oft 
dafür von praktischem Werte, um diejenigen Fälle, welche der Ge- 
sellschaft nachteilig gewesen sind, also in welchen die ärztliche Ent- 
scheidung geirrt hat, annähernd festzustellen. 

In der Mitte der vorliegenden Seite befinden sich acht Felder 
(16 bis 23), worin man geschäftliche Einzelheiten aufzeichnet; an 
diesen könnte man vielleicht ausbessern. In die unterste Reihe trägt 
man bei vermischten Versicherungen den Tag des Austritts ein, bei 
den anderen den Tag des Todes. Tritt aber keiner dieser beiden 
Fälle ein, so gebraucht man den Raum zu bezeichnenden Auskünften, 
z. B. »Verfallen«, »Abgelaufen« usw. 

Der größere freie Raum zur linken Hand wurde von mir bisher 
für die Ausführung meines Normalverfahrens zur Einteilung der 
minderwertigen Leben (siehe Berichte des IV. Internationalen Kon- 
gresses für Versicherungs-Medizin S. 245) benutzt, wobei die Zahlen 
der Ordnung gemäß eingetragen wurden. 

Auf der Rückseite befinden sich nur acht Felder. (Siehe Ab- 
bildung.) 

Die obere Ecke links ist für die in England sehr bedeutende 
Frage des Alkoholgenusses reserviert. Zuerst war ich gewohnt, 
nur die eine oder andere dieser Bemerkungen einzutragen: »Ja«, 

»Abstinent« und »Lebenslänglicher Abstinent«. Neuerdings aber 
habe ich die mit »Ja« bezeichneten Fälle in fünf Klassen mit 
günstigem Erfolge abgeteilt. Diese Klassen bezeichne ich mit Buch- 
staben in folgender Weise: A. Fast Abstinent, d. h. Leute, die alko- 
holische Getränke nicht häufiger zu sich nehmen als etwa einmal 
im Monat. B. Sehr enthaltsame, d. h. solche, die keinen Alkohol 



Carruthers, Kartenregistrier-System in d. versich.-medizinischen Statistik. 397 

zwischen den Mahlzeiten und nur zwei- oder dreimal in der Woche 
nehmen. C. Leute, die Alkohol in gewöhnlicher Weise, d. h. täglich 
oder fast täglich, ohne irgendwelches Übermaß, gebrauchen. D. Leute, 
deren Angaben auf diese Frage etwas unbestimmt und deswegen 
verdächtig scheinen. E. Leute, welche die »physiologische Moderation« 
(30 c. c. Alkohol pro Tag) überschreiten. 

In die obere Ecke rechts (25) trägt man die Todesursache ein 
und fügt auch die Dauer der Krankheit oder Verletzung mit töd- 
lichem Ausgange hinzu. 

Am linken Rande befinden sich Felder nicht nur für die Maße 
der Größe und des Gewichtes, sondern auch zwei für den Prozent- 
satz über oder unter dem Normal (wie vorher genauer erklärt). 
Vermittelst dieser letzteren Angaben kann man solche Fälle leicht 
ausziehen, die irgendwelchen gewissen Grad von Abweichung 
aufweisen. 

Die zwei größeren Eckräume unten (29 und 30) dienen für 
Einzelheiten, der linke für die Familiengeschichte und der rechte 
für die persönliche Geschichte und Beschaffenheit. Hinter die 
Wörter »Vater« usw. setzt man zuerst das Todesalter, dann die 
Todesursache und endlich die Krankheitsdauer. Wenn es sich auf 
einen noch lebenden aber erkrankten Verwandten bezieht, dann setzt 
man vor das Alter den Buchstaben L = lebend. Vor die Wörter 
»Lebend« oder »Tot« setzt man die Zahl der lebenden bzw. ver- 
storbenen Geschwister. Diese beiden Felder reichen manchmal nicht 
aus, um alle Einzelheiten aufzunehmen, dann bediene man sich des 
freien Mittelraumes (31) für derartige Bemerkungen, unter besonderer 
Bezeichnung der Beziehung auf Felder 29 und 30. 

Es empfiehlt sich, ein paar Worte über das äußere Format der 
Karten hinzuzufügen. Eine der unteren Ecken ist weggeschnitten 
worden, ein Verfahren, welches beim Gebrauche in den Stand setzt, 
sofort eine umgedrehte oder umgekehrte Karte zu erkennen. Die 
diagonal gegenüberliegende Ecke ist durch eine schräge Linie markiert; 
in Fällen von weiblichen Antragsstellern schneidet man von dieser 
Ecke ein kleineres Stückchen ab als an der vorigen. 

Durch verschiedene Farben der Karten ist man imstande, auf 
besondere Tatsachen hinzuweisen; das Eintrittsalter habe ich sechs 
Jahrzehnten gemäß durch ebensoviele Farben hervorgehoben, dazu 
könnte man noch, wenn es erwünscht ist, die verschiedenen Police- 
arten durch einen längs- oder quergezogenen farbigen Strich unter- 
scheiden. 

Zunächst komme ich zur Erörterung der Frage, welche Fälle 
man in das Kartenregistriersystem aufnehmen sollte. Die meisten 
der Gesellschaften benutzen die Karten bis jetzt nur für die Todes- 
fälle. Das Einschließen aber jedes Antragsstellers schien mir von 
großem Vorteile, denn auf diese Weise ist man imstande, eine sehr 
wertvolle Normalzahl zu erhalten, welche zur Vergleichung von 
größtem Nutzen ist. Wenn man z. B., eine Reihe von Todesfällen 
durch Krebs erforschend, einen Prozentsatz von 15 findet, in 
denen sich eine Familiengeschichte des Krebses nachweisen läßt, so 

Zeitschrift f. d. gesamte Versieh. -Wissenschaft. VII. 3 . 26 



398 Carruthers, Kartenregistrier-System in d. versieh.- medizinischen Statistik. 



gibt dieser Befund allein noch keinen Aufschluß über die Erblichkeit 
dieser Krankheit. Selbstverständlich muß man den entsprechenden 
Prozentsatz aus all den Versicherten feststellen, um dadurch eine 
Vergleichungsnorm zu erreichen. In gleicher Weise, bei einer 
Erforschung der relativen Sterblichkeit unter Temperenzlern, wird 
man wertvollere Ergebnisse erhalten, wenn man den Prozentsatz der 
Temperenzler aller Versicherten genau festgestellt hat. Schließt man 
daher alle Antragssteller ein, so ist es möglich, verschiedene sehr 
interessante Vergleichungen zwischen den Versicherten und den 
Zurückgewiesenen aufzustellen. 

Es wiid, um die Nützlichkeit meines Vorschlages zu beweisen, 
das Einfachste sein, ein Beispiel anzuführen; ich habe dazu die 
Frage des anormalen Gewichts gewählt, weil sich bis jetzt noch 
keine ausgedehnte Statistik vorfindet, obgleich es eine Frage von 
ständiger Bedeutung ist. 

Meine Statistik ist allerdings keine sehr ausgedehnte, sie schließt 
nur 12 691 Antragssteller ein, von denen 1536 (12,1 pCt.) zurück- 
gewiesen wurden. Von den 11155 Versicherten sind 647 verstorben, 
und ich habe noch 467 Todesfälle in Hinsicht auf das anormale 
Gewicht statistisch untersucht. 

In erster Linie natürlich sollte man die Zahl der Über- und 
Unterwiegenden feststellen. Dieses ist in Tafeln I, II, III klar vor- 
geführt. Diese Tafeln, deren Anordnung etwas außergewöhnlich ist, 
brauchen ein paar Worte zur Erklärung. Es finden sich drei Reihen 
von Zahlen in jeder Rubrik: die erste stellt die wirkliche Anzahl 
der Fälle dar, die zweite die Prozentualzahl aus dem Total der 
gleichaltrigen Fälle, die dritte die Prozentualzahl aus dem Total der 
gleichgewichtigen Fälle. Man muß die Tafel auf diese Weise lesen: 
von den Antragstellern sind 9 unter 20 Jahren und zu gleicher Zeit 
25 pCt. unter normalem Gewichte, das ist 21,4 pCt. aller Fälle, die 
25 pCt. unter dem normalen Gewichte sind, oder 3,3 pCt. aller Fälle, 
die von 20 Jahren und darunter sind. 

Tafel I zeigt deutlich, daß es falsch ist, ein und dasselbe nor- 
male Gewicht für alle Alter anzuwenden. Man findet 72,6 pCt. Normal- 
wiegender unter den Antragsstellern von 21 bis 30 Jahren und 
66,9 pCt. unter den von 31 bis 40; bei den jüngei*en Antragsstellern 
herrscht Untergewicht, bei den älteren Übergewicht vor; es macht 
sich jedoch in dem durchschnittlichen Gewichte der ältesten Antrags- 
steller ein kleiner Abfall bemerkbar. Die Einzelheiten dieser Tafel 
sind aber nützlich zur Kontrolle des Materials von Tafel II und III. 

Daß das anormale Gewicht im allgemeinen als ein Schaden 
aufzufassen ist, geht deutlich aus Tafel II hervor, wobei es sich 
herausstellt, daß sich unter den Zurückgewiesenen 20,2 pCt. Unter- 
wiegende statt des Prozentsatzes 15,2 aller Antragsteller und 
20,7 pCt. Überwiegende statt 18,6 pCt. befinden. Selbstverständlich 
sind hier die Regeln der individuellen Gesellschaft maßgebend, und 
wie die Zahlen bestätigen, sind die Satzungen nicht streng genug 
gegen die Überwiegenden gewesen. 



Tafel I. Alle Antragssteller. 



Carrutkers, Kartenregistrier-System in d. versich.-medizinischen Statistik. 399 









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Tafel II. Zurück gewiesene. 



400 Carruthers, Kartenregistrier-System in d. versich.-medizinischen Statistik 



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Tafel III. Todesfälle. 



Carruthers, Kartenregistrier-System in d. versich.-medizinischen Statistik. 401 




402 Carruthers, Kartenregistrier-System in d. versich.-medizinißchen Statistik. 

Tafel III unterstützt in ihrer Weise diese Angabe, da sich hier 
die Anzahl der Todesfälle im Verhältnis zu den Versicherten bedeu- 
tend höher unter den Überwiegenden beläuft, nämlich 31,5 pCt. aller 
Todesfälle. Deswegen glaube ich, daß minderwertige Leben, deren 
Minderwertigkeit nur oder fast nur auf Übergewicht zurückzuführen 
war, den Vorzug der Versicherung wegen der schlaffen Regeln noch 
genießen konnten. 

Diese Punkte werden bei weiterer Betrachtung noch klarer 
hervortreten. Zunächst werden wir die Zurückgewiesenen einer ge- 
naueren Untersuchung unterziehen. Es ist lehrreich, eine Tafel 
aufzustellen, welche das Verhältnis zwischen den Antragsstellern und 
den Zurückgewiesenen zeigt (Tafel IV). Aus dieser Tafel ist es er- 
sichtlich, daß der Prozentsatz der Zurückgewiesenen unter den 
Unterwiegenden um die Hälfte und unter den Überwiegenden um 
fast ein Drittel höher ist als unter den Antragsstellern von normalem 
Gewicht. Unter den Unter wiegenden macht sich diese Überzahl bei 
allen Altern ständig bemerkbar, unter den Überwiegenden anderseits 
ist sie am kleinsten bei den mittleren Altern. 

Tafel IV. 



Alter 


Untergewicht 


Normalgewicht 


Übergewicht 


Alter 


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21 


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22 


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33,3 


Bis 20 


„ 30 


1011 


149 


14,6 


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350 


9,7 


351 


51 


14,5 


„ 30 


„ 40 


605 


92 


15,2 


3168 


301 


9,5 


963 


103 


10,7 


„ 40 


„ 50 


156 


35 


22,4 


1184 


162 


13,7 


754 


95 


12,6 


„ 50 


„ 60 


34 


11 


32,3 


263 


63 


23,9 


234 


52 


22,2 


„ 60 


Darüber 


14 


4 


28,6 


48 


14 


29,2 


42 


17 


40,5 


Darüber 


Zu- 

sammen 


1924 


312 


16,2 


8420 


912 


10,8 


2347 


319 


13,6 


Zu- 

sammen 



Tafel V. 



Alter 


Untergewicht 


Normalgewicht 


Übergewicht 


Alter 


Ver- 

sicherte 


Ver- 

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Ver- 

sicherte 


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23 

10 


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2 


6,0 

2,3 

3,5 

10,0 

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20,0 


140 

3245 

2867 

1022 

200 

34 


7 

44 

103 

150 

60 

17 


5,0 

1.4 

3.5 
14,7 

30.0 

50.0 


2 

300 

860 

659 

182 

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11 

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10 


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3,7 

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14.0 

23.1 
40,0 


Bis 20 

* 30 
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* 50 

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Darüber 


Zu- 

sammen 


1612 


57 


3,5 


7508 


381 


5,1 


2028' 


209 


10,3 


Zu- 

sammen 



In Tafel V findet man das Verhältnis zwischen Versicherten 
und Verstorbenen. Daß im Verhältnis die Zurückweisungen unter 
den Überwiegenden zu niedrig gewesen sind, beweist deutlich die 
Tatsache, daß die höchste Sterblichkeit sich unter den Überwiegenden 
befindet. In ähnlicher Weise kann man annehmen, daß die I nter- 



Carruthers, Kartenregistrier-System in d. versioh.-medizinischen Statistik. 403 

wiegenden viel zu kritisch beurteilt wurden, da sie eine bedeutende 
Untersterblichkeit aufweisen. 

Die Gründe der Zurückweisung findet man in Tafel YI ange- 
geben, in welcher dieselben der Häufigkeit gemäß angeordnet sind. 

Die Zurückweisungsgründe, welche die größte Rolle unter den 
Unterwiegenden spielen, sind namentlich folgende: 

'^Tuberkulose (statierte und verdächtige) 14,1 pCt. 

'^Schwache Körperbildung 10,9 „ 

Albuminurie 10,6 „ 

Klappenfehler des Herzens 7,4 „ 

*Ohrenfluß 4,2 „ 

'^Familiengeschichte (hauptsächlich Tuber- 
kulose betreffend) 4,1 „ 

Und unter den Überwiegenden: 

Albuminurie 15,6 pCt. 

Unregelmäßige Lebensweise (hauptsäch- 
lich Alkoholmißbrauch) 9,9 „ 

*Zuckerharnruhr 7,9 „ 

Übergewicht (allein) 7,3 „ 

^Klappenfehler des Herzens • 5,1 „ 

Gicht 4,8 „ 

Noch belehrender ist es, diejenigen Gründe anzugeben, welche 
einen übermäßigen Prozentsatz der Fälle, die Gewichtsanormalität 
zeigen, einschließen. Unter den Unter wiegen den, welche nur 20,2 pCt. 
aller Zurückgewiesenen ausmachen, sind die Gründe folgende: 

*Schwache Körperbildung 59,6 pCt. 

-Blutarmut 35,7 „ 

Abnorme Pulsfrequenz 33,3 „ 

^Tuberkulose (statierte und verdächtige) 32,1 „ 

Kropf 30,0 „ 

*Ohrenfluß 29,5 „ 

* Lungenhautentzündung 29,2 „ 

Niedriges Sp. Gew. des Harns . . . 26,7 „ 

Fallsucht 26,1 „ 

*Bronchialasthma 25,0 „ 

Unter den Überwiegenden finden wir folgende Gründe: 

'^Vergrößerte Leber und Schrumpfleber 44,5 pCt. 

*Zuckerharnruhr 43,1 „ 

*Gicht . 41,7 „ 

Nierenstein 39,0 „ 

*Nervenschwäche 38,4 

•'‘Unregelmäßige Lebensweise (hauptsäch- 
lich Alkoholmißbrauch) 34,8 „ 

'^Herzschwäche 31,8 „ 

^Aussetzender oder unregelmäßiger Puls 31,6 „ 

Bronchitis 26,9 „ 

Albuminurie 26 1 

Emphysem 2ö’,0 ” 

Irrsinn 25,0 „ 



404 Carruthers, Kartenregistricr-System in d. versich.-medizinischen Statistik. 



Tafel YL ZurUckweisungsgrUnde. 



Zurückweisungsgrund 

Albuminurie 

Tuberkulose (statierte und verdächtige) 

Klappenfehler des Herzens .... 

Unregelmäßige Lebensweise (haupt- 
sächlich Alkoholmißbrauch). 
Familiengeschichte (hauptsächlich von 
der Tuberkulose). 

Zuckerharnruhr 

Kiirzliche Krankheitsfälle .... 

Schwache Körperbildung 

Syphilis 

Ohrenfluß 

Aussetzender oder unregelmäßiger 
Puls. 

Gicht 

Beruf 

Bronchitis 

Asthma 

Abnorme Pulsfrequenz 

Lungenhautentzündung 

Übergewicht 

Fallsucht 

Herzschwäche 

Abnorme Langsamkeit des Pulses 

Nierenstein 

Blinddarmentzündung 

Schwanger oder kürzlich verehelicht 
Niedriges sp. Gewicht des Harns. 

Blutarmut 

Nervenschwäche 



Unter- 

gewicht 


Normal- 

gewicht 


Über- 

gewicht 


Zu- 

sammen 


33 


10,6 


106 


11.6 


49 


15,6 


188 


12,4 


17,5 




56,4 




26,1 




100,0 




46 


14,7 


90 


9,9 


7 


2,2 


143 


9,2 


32,1 




63,0 




4,9 




100,0 




23 


7,4 


73 


8,0 


16 


5,1 


112 


7,3 


20,6 




65,2 




14,2 




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13 


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5,4 


9 


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71 


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12,7 




100,0 




7 


2,2 


26 


2,8 


25 


7,9 


58 


3,8 


12,1 




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43,1 




100,0 




9 


2,9 


35 


3,8 


14 


4,5 


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15,5 




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24,2 




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34 


10,9 


22 


2,4 


1 


0,3 


57 


3,7 


59,6 




38,6 




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100,0 




5 


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4,5 


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2,2 


53 


3,4 


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13,2 




100,0 




13 


4,2 


27 


3,0 


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1,2 


44 


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29,5 




61,4 




9,1 




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5 


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21 


2,3 


12 


3,9 


38 


2,5 


13.1 




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2,0 


18 


2,0 


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24 


1,6 


25,0 




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100,0 




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31,8 




100,0 




4 


1,3 


14 


1,5 


2 


0,6 


20 


1,3 


20,0 




70,0 




10,0 




100,0 




1 


0,2 


10 


1,1 


7 


2,2 


18 


1,2 


5,5 




55,5 




39,0 




100,0 




4 


1,3 


12 


1,3 


1 


0,3 


17 


1,1 


23,5 




70,6 




5,9 




100,0 




7 


2,2 


9 


i,c 


0 


0,0 


16 


1,0 


43,7 




56,3 




0,0 




100,0 




4 


i,: 


8 


0,1 


3 


0,0 


15 


0,98 


26,7 

5 




53,3 




20,0 




100,0 




1 . 


5 8 


0,5 


1 


0,3 


14 


0,92 


35,7 




57,1 




7,2 




100,0 




1 


0. 


1 7 


0,5 


5 


b« 


13 


0,84 


7,7 




53,9 




38,4 




100,0 





Carruthers, Kartenregistrier-System in d. versich.-medizinischen Statistik. 405 



Zurückweisungsgrund 


•Unter- 

gewicht 


Normal- 

gewicht 


Über- 

gewicht 


Zu- 

sammen 


Irrsinn 


2 


0,6 


n 

( 


0,8 


3 


0,9 


12 


0,78 




16,7 




58,3 




25,0 




100,0 




Kropf 


3 


1,0 


r ? 

( 


0,8 


0 


0,0 


10 


0,64 


30,0 




70,0 




0,0 




100,0 




Vergrößerte Leber oder Schrumpfleber 


2 


0,6 


3 


0,3 


4 


1,2 


9 


0,58 


22 2 




33,3 




44,5 




100,0 




Rheumatismus 


i 


0,3 


6 


0,7 


1 


0,3 


8 


0,53 




12,5 




75,0 




12,5 




100,0 




Emphysem 


0 


0,0 


6 


0,7 


2 


0,6 


8 


0,53 




0,0 




75,0 




25,0 




100,0 




Verschiedenes 


18 


5,8 


71 


7,7 


26 


8,1 


115 


7,4 




15,7 




61,7 




22,6 




100,0 




Unbestimmt und ungewiß .... 


27 


8,6 


68 


7,4 


30 


9,6 


125 


8,0 




21,6 




54,4 




24,0 




100,0 




Zusammen. . . . 


312 

20,2 


100,0 


912 

59,1 


100,0 


319 

20,7 


100,0 


1543 

100,0 


100,0 



Man sieht auf den ersten Blick in jeder der Gruppen einen 
vorherrschenden Faktor : unter den Unterwi egenden die Tuberkulose, 
unter den Überwiegenden den Alkoholismus. Die Ursachen, welche 
auf angegebene Tatsachen am nächsten Bezug haben, sind mit einem 
Sternchen bezeichnet. 

Es gibt wohl kaum einen Vertrauensarzt und sicher keinen 
Chefarzt, der mit solchen Schäden nachlässig umgeht; daher ist 
es beunruhigend, wenn der Untersucher diese Krankheiten vor- 
herrschend als Todesursache findet. Die Tatsache geht aber klar 
aus Tafel VII hervor. (Von den Tafeln, welche Todesursachen be- 
treffen, muß man immer in Gedanken behalten, daß sie nur die- 
jenigen Versicherten einschließen von 1 Jahre bis 19 Jahren, und etwa 
40 pCt. unter zehn Jahren. Deswegen ist das Verhältnis der ver- 
schiedenen Todesursachen ganz verschieden von den Tafeln, welche 
eine lange Reihe von Jahren [zwanzig oder dreißig] behandeln. 
Nichtsdestoweniger sind diese Zahlen aber zuverlässig untereinander 
vergleichbar.) 

Die Hauptpunkte der Tafel VII habe ich in derselben Weise wie 
diejenigen in Tafel VI ausgezogen. Die Todesursachen, welche die 
größte Rolle unter den Unterwiegenden spielen, sind: 



Lungentuberkulose 21,3 pCt. 

Andere Krankheiten der Atmungsorgane 6,9 „ 

Krebs 6,9 „ 

Verschiedene Unfälle 5,9 „ 

Selbstmord 5,9 „ 

Anderweitige Tuberkulose 5,1 „ 

Blinddarmentzündung 5,1 „ 



406 Carruthers, Kartenregistrier-System in d. vereich.-medizinischen Statistik. 



Tafel VII. Todesursachen. 



Todesursache 


Unter- 

gewicht 


Normal- 

gewicht 


Über- 

gewicht 


Zu- 

sammen 


Lungentuberkulose 




21,3 


84 


12,5 


3 


0,9 


112 


10,0 


Akute Lungenentzündung .... 


22,3 

4 


3,4 


75,0 

55 


8,2 


2,7 

18 


5,5 


100,0 

77 


6,9 


Krebs 


5,2 




71,4 




23.4 




100.0 




8 


6,9 


37 


5,5 


25 


7,7 


70 


6,3 


Andere Unfälle . 


11,3 




52,1 




36,6 

13 




100.0 




7 


5,9 


48 


7,2 


4,0 


68 


6,1 


Hirnschlag 


10,3 




70,6 




19.1 




100,0 




4 


3,4 


20 


3,0 


40 


12,3 


64 


5,8 




6.3 




31,2 




62,5 




100.0 




»Brights Disease« und Nierenent- 


3 


2,6 


21 


3,1 


26 


8,0 


50 




ziindung. 


6.0 




42.0 




52,0 




100,0 




Selbstmord 


7 


5,9 


32 


4,8 


6 


1,8 


45 


4,0 




15,6 




71,1 




13,3 




100,0 




Schrumpfleber und Alkoholismus . . 


1 


0,9 


18 


2,7 


25 


7,7 


44 


3,9 




2.3 




40,9 




56,8 




100,0 




Herzkrankheit 


2 


1,7 


20 


3,0 


20 


6,1 


42 


3,8 


(Unbestimmter Art.) 


4,8 




47,6 




47,6 




100,0 




Unterleibstyphus 


3 


2,6 


24 


3,6 


9 


2,8 


36 


3,2 




8,3 




66,7 




25,0 




100,0 




Influenza 


2 


1,7 


25 


3,7 


9 


2,8 


36 


3,2 




5,5 




69,5 




25,0 




100,0 




Andere Krankheiten der Atmungs- 


8 


6,9 


22 


3,3 


5 


1,5 


35 


3,1 


Organe. 


22,9 




62,8 




14,3 




100,0 




Andere Krankheiten des N ervensystems 


2 


1,7 


22 


3,3 


10 


3,1 


34 


3,0 




5,9 




64,7 




29,4 




100,0 




Andere Krankheiten der Verdau ungs- 


3 


2,6 


21 


3,1 


10 


3,1 


34 


3,0 


Organe. 


8,8 




61,8 




29,4 




100,0 




Klappenfehler des Herzens .... 


2 


1,7 


22 


3,3 


6 


1,8 


30 


2,7 




6,7 




73,3 




20,0 




100.0 




Allgemeine progressive Paralyse der 


3 


2,6 


17 


2,5 


9 


2,8 


29 


2,6 


Irren. 


10,3 




58,7 




31,0 




100,0 




Andere Ansteckungskrankheiten . . 


2 


1,7 


22 


3,3 


5 


1,5 


29 


2,6 




6,2 




69,0 




24,8 




100,0 




Magen- und Darmgeschwür .... 


0 


0,0 


19 


2,8 


7 


2,2 


26 


2,4 




0,0 




73,1 




26,9 




100,0 




Anderweitige Tuberkulose .... 


6 


5,1 


18 


2,7 


1 


0,3 


25 


2,3 




24,0 




72,0 




4,0 




100,0 




Blinddarmentzündung 


6 


5,1 


14 


2,1 


5 


1,5 


25 


2,3 




24,0 




56,0 




20,0 




100.0 




Auf der See verunglückt 


4 


3,4 


12 


1,8 


9 


2.8 


25 


2,3 




16.0 




48,0 




36.0 




100,0 




Diabetes 


0 


0,0 


12 


1,8 


11 


3,4 


22 


2,1 




0.0 




52,2 




17,8 




100,0 




Andere Geschwülste 


1 


0,9 


11 


1,6 


7 


2,2 


19 


1,7 




5,3 




57,9 




36,8 




100.0 




Rheumatismus 


0 


0,0 


11 


1,6 


5 


1,5 


16 


1,4 




0,0 




68,8 




31.2 




100,0 




Angina pectoris 


0 


0,0 


7 


1,0 


5 


1,5 


12 


1,1 


0,0 




58,3 




41,7 




100,0 




Herzschlag 


2 


1,7 


4 


0,6 


6 


1,8 


12 


1,1 


16,7 




33,3 




50,0 




100,0 




Fettherz 


2 


1,7 


5 


0,7 


4 


1,2 


11 


1,0 




18,2 




45,4 




36,4 




100,0 





Carruthers, Kartenregistrier-System in d. versieh. -medizinischen Statistik. 407 



Todesursache 


Unter- 


Normal- 


Über- 


Zu 




gewicht 


gewicht 


gewicht 


sammen 


Andere Krankheiten der Hamorgane 


0 


0,0 


7 


1,0 


4 


1,2 


11 


1,0 




0,0 




63,6 




36,4 




100.0 




Andere Irrsinnsarten 


3 


2,6 


5 


0,7 


1 


0,3 


9 


0.8 




38,3 




55,6 




H,1 

3 




100.0 




Aneurysma und Arteriosklerose . . 


ö 


0,0 


4 


0,6 


0,9 


7 


0,6 


0,0 




57,1 




42.9 




100,0 




Frauenkrankheiten 


2 


1,7 


3 


0,5 


1 


0,3 


6 


0,5 




33.3 




50,0 




16,7 




100.0 




Himgeschwulst 


2 


1,7 


3 


0,5 


0 


0,0 


5 


0,4 




40,0 




60,0 




0,0 

18 




100,0 

47 




Verschiedenes 


3 


2,6 


26 


3.9 


5,5 


4.3 




6,4 




65.3 




38,3 




100,0 




Zusammen 


117 


100,0 


671 


100,0 


326 


100,0 


1114 


100.0 




10,5 




60,2 




29,3 




100,0 





und unter den Überwiegenden: 

Hirnschlag 12,3 pCt. 

»Bright’s Disease« und Nierenentzündung 8,0 „ 

Schrumpfleber und Alkoholismus ... 7,7 „ 

Krebs 7,7 „ 

Herzkrankheit (unbestimmter Art) . . 6,1 „ 

Akute Lungenentzündung 5,5 „ 

Auf die zweite Weise ausgearbeitet, geben die Zahlen folgende 
Resultate: die Unter wiegen den (welche sich nur auf 10,5 pCt. aller 
Verstorbenen belaufen) überschreiten jedoch den Prozentsatz bei 



folgenden Ursachen bemerkenswerter Weise: 

Hirngeschwulst 40,0 pCt. 

Frauenkrankheiten 33,3 „ 

Verschiedene Irrsinnsarten 33,3 „ 

Tuberkulose (andere als Lungen-) . . 24,0 „ 

Blinddarmentzündung 24,0 „ 

Verschiedene Krankheiten der Atmungs- 
organe 22,9 „ 

Lungentuberkulose 22,3 „ 

Fettherz 18,2 „ 

Herzschlag 16,7 „ 

Auf der See verunglückt 16,0 „ 

Selbstmord 15,6 „ 

Bei den Unterwi egenden (die 29,3 pCt. aller Todesfälle aus- 
machen) treten anderseits folgende Ursachen besonders hervor: 

Hirnschlag 62,5 pCt. 

Schrumpfleber und Alkoholismus . . . 56,8 „ 

» Bright’s Disease« und Nierenentzündung 52,0 „ 

Herzschlag 50,0 „ 



408 Carruthers, Kartenregistrier-System in d. versieh. -medizinischen Statistik. 



Diabetes 

Herzkrankheit (unbestimmter Art) 
Aneurysma und Arteriosklerose . . . 

Angina pectoris 

Verschiedene Krankheiten der Harnorgane 

Fettherz 

Verschiedene Geschwülste 

Krebs 



47.8 pCt. 

47.6 „ 

42.9 „ 

41.7 „ 

36,4 „ 

36,3 „ 
36,3 „ 

35.7 „ 



Hieraus ist zu ersehen erstens, daß auch bei größter Vorsicht 
die Ärzte bisher nicht imstande waren, Irrtümer zu vermeiden, 
insofern es sich um die Ursachen der Übersterblichkeit anormal- 
wiegender Versicherter handelte, auch wenn von ihnen alle abseh- 
baren Ursachen in Erwägung gezogen wurden, und zweitens 
bestätigen die Tafeln ihren Wert schon dadurch, daß sie genaueren 
Aufschluß über die Gefahren, die Versicherten der letzten beiden 
Gruppen betreffend, geben; sie werden sich daher von Nutzen aus- 
weisen. 

In Tafel VIII finden wir die Zurückweisungsgründe dem Alter 
und Gewicht gemäß angegeben. Die erste Abteilung derselben zeigt die 
Verteilung des Alters und des Gewichtes auf alle Antragssteller, wäh- 
rend die fünfzehn folgenden Abteilungen die Verteilung der einzelnen 
Ursachen der zurückgewiesenen Fälle aufweisen. Zum besseren 
Vergleiche habe ich die Fälle auf ein normales Tausend berechnet, 
und um diejenigen Zahlen, welche eine ausgesprochene Überschrei- 
tung des Normalen zeigen, in die Augen fallen zu lassen, sind dieselben 
fett gedruckt worden. Damit man verläßliche Resultate erhalte, 
habe ich verwandte Ursachen zusammengenommen, es ist aber 
deutlich zu bemerken, daß die Ergebnisse derjenigen Gruppen, welche 
weniger Fälle einschließen, viel unregelmäßiger sind. 

Man bemerkt sofort, daß Albuminurie im Übermaße bei den 
Extremen des Gewichtes und des Alters auftritt. Das Übermaß ist ver- 
hältnismäßig größer bei den Überwiegenden und den älteren Antrags- 
stellern. 

Tuberkulose im Gegensätze macht sich im Übermaße ausschließ- 
lich bei den zu leicht Wiegenden aller Altersklassen gleichmäßig 
bemerkbar. In ähnlicher Weise — aber ganz natürlich — macht 
sich eine Abweichung unter denjenigen Bewerbern mit schwacher 
Körperbildung oder den an Blutarmut leidenden bemerkbar, aber 
hier tritt dieselbe meistenteils nur in den jüngeren Altersstufen auf. 
(In den älteren Altersklassen deutet ein Übermaß auf frühe und 
nicht diagnosierte Carcinoma hin, auf welche Fleischverlust und 
Blutarmut zurückzuführen sind.) 

Ein anderer Grund, welcher sich ähnlich verteilt, ist Ohrenfluß, 
und hier macht sich ebenfalls ein Übermaß mehr unter den jüngeren 
Klassen bemerkbar. Vor einigen Jahren, als ich das Verhältnis des 
Ohrenflusses zur Tuberkulose erforschte, fand ich, daß eine tuberkulöse 
Familiengeschichte zweimal so häufig vorkam in Fällen mit Ohren- 
fluß als bei anderen Antragsstellern. (Trans. Life Assur. Med. Off. 
Assn., London, IV. 182.) 



Tafel VIII. Verteilung der Zurilckweisuiigsgründe nach Alter und Gewicht. 






Carru thers, Kartenregistrier-System in d. versieh. -medizinischen Statistik. 409 



Alter 


Bis 30 
„ 40 
- 50 
Darüber 


Zus. 


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Zus. 


Bis 30 
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Darüber 


Zus. 


Bis 30 
„ 40 
* 50 

Darüber 


00 

S 

S! 


Zu- 

sammen 


Klappenfehler des Herzens 
(112) 


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Ci hü IC rH 

hü (M rH i 


rH 


Schwache Körperbildung 
und Blutarmut (71) 


soooo o 

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hü co i— 


1000 


Syphilis (53) 


CO CD rH O 

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T# WH 


1000 


Fallsucht (23) 


C0 -H HÜ 1- 
-T CS N 00 
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Über- 
1 1 


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rH 


rH 

55 


Zu- 

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sammen 

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Tuberkulose (statierte und 
verdächtige) (143) 


Ot>-^(M 
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HÜ CO rH 


rH 


Familiengeschichte (haupt- 
sächlich 'Tuberkulose) (71) 


CO rH sd o 
»D »ft Ol t" 
03 hü 0 3 


1000 


Kürzliche Krankheitsfälle 
(58) 


CO 00 03 ftl 
03 CS 1- ® 
COCOrrH 


rH 


Lungenhautentzündung 

(24) 


hü co co O 
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1000 


Über- , 
1 1 


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183 


H SD O tH 
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® X 
Ol 


292 


Zu- 

sammen 


Albuminurie (188) 


i^h iOr» 
COlOH 
^ CM t— i H 


rH 


Unregelmäßige Lebensweise 
(89) 


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cd nt* o ao 

rH Hit CO 


1000 


Zuckerharnruhr (58) 


SD SD hü hü 
O hü 03 03 
03 CO 03 03 


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Gicht (36) 


Hü rH »(5 ® 
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03 hü 03 


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Über- 
1 1 


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410 Carruthers, Kartenregistrier-System in d. versich.-medizinischen Statistik. 

Klappenfehler des Herzens, Herzschwäche und Pulsstörungen 
zeigen, wie zu erwarten, sehr ähnliche Ergebnisse, nämlich deren 
gewöhnlichen Auftritt unter den Extremen der Altersklassen. Der 
Einfluß von Fettherz macht sich vielleicht bemerkbar durch das 
größere Verhältnis der älteren Überwiegenden, die wegen Funktions- 
oder Zirkulationsstörungen zurückgewiesen wurden. 

Eins der interessantesten Ergebnisse tritt in den Zahlen »Un- 
regelmäßige Lebensweise« hervor, welche beinahe ausschließlich auf 
übermäßigen Alkoholverbrauch Bezug haben. Die Tafel könnte hier 
durch eine schräge Linie geteilt werden. Die Zahlen über der Linie 
und zur Linken derselben sind unternormal, während diejenigen 
unter derselben und zur Rechten übernormal sind. Das bedeutet, 
daß derartige Gewohnheiten mit dem Alter allmählich zunehmen, 
und daß, wo sie bestehen, dieselben oft einen Anlaß zu einer un- 
gesunden Zunahme von Gewicht geben. Ich stellte fest, daß Zurück- 
weisungen wegen Übergewichts kaum halb so häufig unter Tempe- 
renzlern vorkamen, wie unter den Nichttemperenzlern. (Trans. Life 
Assur. Med. Off. Assn., London, V, 42.) 

Die Fälle, welche auf Grund der Familiengeschichte zurück- 
gewiesen wurden, zeigen nichts Besonderes; sie betreffen in der 
Mehrzahl Personen von unternormaler Beschaffenheit mit Auftritt 
von Tuberkulose in der Familiengeschichte (daher das Übermaß in 
der ersten Rubrik). Die niedrigen Zahlen bei den jüngeren Alters- 
klassen sind wohl durch den Umstand, daß die ungünstigen Merkmale 
der vorangegangenen Generationen bis jetzt noch nicht zutage traten, 
zu ei’klären. 

Es ist ferner interessant, daß bei beiden Gruppen, Atmungs- 
organsstörungen betreffend (d. i. »Bronchitis und Bronchialasthma« 
und »Lungenhautentzündung«), das Übermaß namentlich an den 
gegenseitigen Polen sich befindet. Bei der ersten sind die älteren 
Altersklassen in Mitleidenschaft gezogen, während die leichter Wie- 
genden verschont bleiben; bei der letzteren leiden die jüngeren 
Altersstufen, und die Überwiegenden bleiben beinahe verschont. 

Zuckerharnruhr ist deutlich eine Erkrankung älterer und über- 
wiegender Leute mit einem Ergebnis, das demjenigen der Alkoholiker 
nahe verwandt ist, eine Tatsache, die an sich nicht sehr über- 
raschend ist. 

Kürzlich vorgekommene Krankheiten, Syphilis und Fallsucht, 
zeigen keinerlei bemerkenswerte Tendenz zum Übermaß in irgend- 
welcher Richtung, obwohl die erste Ursache wohl mehr bei den 
älteren Jahrgängen vorkommt und die letztere namentlich bei Unter- 
wiegenden hervortritt. Die übrigbleibenden Fälle, die wegen Gicht 
Zurückgewiesenen, betreffen meist die älteren Klassen wie auch die 
Überwiegenden. 

In Tafel IX, welche die Verteilung der Todesfälle ähnlich be- 
handelt, finden wir, daß Tuberkulose an der Spitze steht, und daß 
deren Verteilung sich nicht so ausschließlich auf die Unterwiegenden 
beschränkt wie in den zurückgewiesenen Fällen. Die Ursache dieser 
Tatsache ist jedenfalls darauf zurückzuführen, daß die Antrags- 



Tafel IX. Verteilung der Todesursachen nach Alter und Gewicht. 



Carruthers, Kartenregistrier-System in d. versieh. -medizinischen Statistik. 411 



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Ansteckungskrankheiten 

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Hirnschlag (64) 


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Tuberkulose (137) 


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412 Carru thers, Kartenregistrier-System in d. versich.-medizinischen Statistik. 



stellei wohl zur Zeit der Aufnahme innerhalb der normalen Grenzen 
waren, aber später der Krankheit zum Opfer fielen. 

Herzkrankheiten (alle Arten zusammengenommen) treten nament- 
lich unter den schwerer Wiegenden auf und befinden sich natürlich 
im Übermaß unter den älteren Versicherten. 

Akute Lungenentzündung und Ansteckungskrankheiten stellen 
keine markierten Sonderheiten vor, obwohl die letzteren eine Tendenz 
zu den jüngeren Klassen zeigen und die erstere sich bemerkens- 
werterweise mehr bei Leuten von normalem Gewichte wie von anor- 
malem als Todesursache zeigt. 

Krebs ist hauptsächlich eine Erkrankung der vorgeschrittenen 
Jahre und tritt ganz ohne Rücksicht auf irgendwelche Gewichts- 
klassen auf. 

Unfälle, wie man im voraus erwarten konnte, sind namentlich 
überwiegend in den jüngeren Jahrgängen. 

Hirnschlag, »Bright’s Disease« und Nierenentzündung, Schrumpf- 
leber und Alkoholismus verteilen sich sehr gleichmäßig und treten 
namentlich deutlich unter den Überwiegenden und hier in den 
späteren Jahrgängen hervor. Das erinnert an die Verteilung der 
Fälle, »unregelmäßige Lebensweise« betreffend, unter den Zurück- 
gewiesenen. 

Selbstmord ist deutlich vorherrschend unter den niedriger 
Wiegenden wie auch unter den jüngeren Bewerbern, aber es ist 
schwierig, hierfür einen genügenden Grund anzugeben. 

Es ist eine bekannte Tatsache, daß allgemeine progressive 
Paralyse namentlich im mittleren Alter auftritt, was auch hier deut- 
lich begründet wird; es steht in keiner Beziehung zum Gewicht. 

Obgleich von der folgenden Gruppe — Magen- und Darm- 
geschwür — alle offenbaren Fälle von Krebs und Alkoholismus von 
vornherein ausgeschlossen wurden, so kann man nicht umhin, eine 
deutliche Verwandtschaft zwischen der Krebsstatistik und diesen 
Magen- und Darmgeschwüren anzuerkennen. 

Blinddarmentzündung macht sich besonders bemerkbar unter 
den jüngeren Altersklassen der Unterwiegenden; die Überwiegenden 
sind merkwürdigerweise fast völlig ausgeschlossen. 

Diabetes tritt wohl in jüngeren Jahrgängen bei normalem Ge- 
wicht auf, ist jedoch äußerst stark markiert unter den älteren Über- 
wiegenden und fehlt gänzlich bei allen Unterwiegenden, was ja wohl 
kaum bemerkenswert ist. 

Aus den vorstehenden Tafeln ist der Wert einer gründlichen 
Durchführung des Kartenregistriersystems in der Versicherungs- 
medizin deutlich ersichtlich, da es in fast jeder Weise bekannte 
Tatsachen durch genaue Zahlen beweist; und es empfiehlt sich, die 
von den Herrn Kollegen behandelten Fälle in derartigen Statistiken 
zu verarbeiten. Diese werden sich selbstverständlich von großem 
wissenschaftlichen Werte erweisen.